November 18, 2018, Sunday, 321

Programm 2012

Aus Commons Sommerschule

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Programm

Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches

Wir haben uns ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht, mit genügend Zeit zum gemeinsamen Gespräch, zum gemeinsamen Tun und zur Entdeckung der Umgebung. Die Idee ist, dass wir anhand der Erfahrungen der TeilnehmerInnen in ihren unterschiedlichen Commons-Projekten die theoretische Diskussion erschließen und weiterführen, dass wir praktische und vielleicht auch politische Umsetzungsstrategien entwickeln und uns dafür nächste Schritte erarbeiten.

Nach dem Kennenlernabend am Anreisetag finden in den ersten drei Tagen kurze Vorträge, Diskussionen und Workshops zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Commons statt. Dann stehen Projektbesichtigungen in der Umgebung auf dem Programm. Die letzten 3 Tage sind der Bearbeitung noch offener Fragen, der Umsetzung in die Praxis, der Planung der weiteren Vernetzung und Kooperation sowie der Ergebnissicherung gewidmet. Wir haben ausreichend Zeit für eure Bedürfnisse, Interessen und Vorschläge eingeplant. Themenwünsche oder offene Fragen, über die ihr gerne diskutieren wollt, könnt ihr schon jetzt auf der Seite Themenvorschläge eintragen.

Weil auch diese Sommerschule ein Commons ist, das von allen Beteiligten gepflegt werden muss, damit es wachsen und gedeihen kann, bitten wir euch um eure Mithilfe bei der Vorbereitung der gemeinsamen Mahlzeiten und des großen Scheunenfestes am Freitag. Wir schlagen vor, dass wir gemeinsam essen. Die Zeiten im Programm sind dabei Richtwerte, die flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden können. Auch die Themen und Tageseinteilung sind nicht in Stein gemeißelt und können noch umgestaltet werden.


Hier das Programm für die einzelnen Tage:

Freitag, 22. Juni

Wir beginnen mit einem gemütlichen Lagerfeuer, wo wir beim gemeinsamen Essen und Singen schon erste Bekanntschaften schließen und uns für die Woche einstimmen können.


Samstag, 23. Juni

Damit für diejenigen, die aus der "näheren" Umgebung kommen, noch die Möglichkeit besteht, am Samstag anzureisen, beginnen wir erst um 11.00 Uhr mit der Klärung organisatorischer Fragen und der Vorstellung der TeilnehmerInnen. Daher ist das Mittagessen ausnahmsweise ein wenig später geplant als in den folgenden Tagen, nämlich von ca. 13.30 - 15.00 Uhr.

Am Nachmittag, von ca. 15.00 - 18.30 Uhr wird es zwei kurze Inputs zu einigen grundlegenden Aspekten von Commons geben, über die wir uns austauschen wollen, damit wir auf einen gemeinsamen Stand kommen und auch wirklich von den gleichen Dingen reden. Dabei wird es auch um die "Einhegung" der Commons und die Gegenwehr dagegen in Geschichte und Gegenwart gehen. Dafür haben wir einige Texte im Sommerschul-Reader vorbereitet.

Nach dem Abendessen geführter Dorfrundgang mit Burkhardt: Bechstedt aus den Augen eines Commoners zu betrachten.

Dokumentation 23. Juni

Sonntag, 24. Juni

Wir beginnen um 10.00 Uhr, wie an den folgenden Tagen auch. In zwei Gruppen wollen wir jeweils zwei unterschiedliche Commons anschauen, wie sie funktionieren, wie sich die Beteiligten organisieren, was gut geht, was weniger. Ideal wäre es, wenn jeweils ein "natürliches" und ein "digitales" oder "kulturelles" Commons vorgestellt würden. Dazu brauchen wir eure Hilfe! Es wäre super, wenn einige von euch ihre Projekte oder Projekte, mit denen sie sehr vertraut sind vorstellen würden.
Folgende Personen haben sich bereit erklärt, ihre Projekte vorzustellen:
Krister Volkmann die Foodkoop Nahrungskette Potsdam Beschreibung hier
Philipp Walter die Selbstorganisierte Unabhängige Siedlungsinitiative
Hermann Wick die Open Source Ecology Germany
Denis Neumüller die Gartencoop Freiburg
Weitere Projekte können noch dazu kommen!

Nach der Mittagspause von 13.00 - 15.00 Uhr (das gilt ebenfalls für die ganze restliche Woche) führen wir dann die Erfahrungen vom Vormittag zusammen und schauen, wie die jeweiligen Commons mit den nobelpreisgekrönten "Design principles" von Elinor Ostrom et al. zusammenpassen und ob diese wirklich für alle Commons angewendet werden können.

Wir gehen der Frage nach, wie produktiv Commons sind und machen uns auf die Suche nach deren "Betriebssystem" und den dazu notwendigen politisch-ethischen Prinzipien. Man könnte sie Prinzipien des commoning nennen.

Der Input über die Design Principles kommt von Sarah Scholz. Vielen Dank!

Von 17.00 - 18.30 Uhr folgt ein Vortrag mit anschließender Diskussion von Wolfgang Höschele über die Wirtschaft der Lebensfülle

Dokumentation 24. Juni

Montag, 25. Juni

Für diesen Tag haben wir ein bisschen mehr Theorie eingeplant. Vormittags möchten wir mit euch Texte besprechen, schließlich gibt es ein wunderbares neues Buch mit zahlreichen spannenden Beispielen. Wir werden Texte aus verschiedenen Bereichen auswählen - auch hier sind Wünsche möglich - z.B. über die Abgrenzung von der klassischen Gütertheorie, über Genderaspekte von Commons oder über Commons und Entwicklungspolitik. Die Texte findet ihr rechtzeitig hier unter Sommerschul-Reader. Wir können natürlich in kleineren Gruppen unterschiedliche Texte und Themen bearbeiten und auch unterschiedliche Arbeitsmethoden wählen.

Am Nachmittag gibt es dann nochmal zwei kurze Inputs zum Verhältnis Commons - Markt und Commons - Staat und die strukturelle Gemeinschaftlichkeit der Commons. Dazu gibt es hier einen Text von Stefan Meretz.

Damit sind wir am Ende des ersten Teils der Sommerschule angelangt. Bevor wir uns zum wohlverdienten Abendessen setzen, soll es darum noch eine kurze inhaltliche Zwischenbilanz geben, um festzustellen, welche wichtigen Fragen noch aufgetaucht, welche brennenden Themen noch unbehandelt sind.

Dokumentation 25. Juni

Dienstag, 26. Juni

Der Dienstag dient der Erholung und der Entdeckung unserer Umgebung. Burkhardt wird ein interessantes Programm für Projektbesuche gestalten. Abends kann z.B. der Trippstein bestiegen werden. (Normale Sportschuhe reichen aus.)

Trippstein.jpg


Mittwoch, 27. Juni

Diesen Tag widmen wir ganz der praktischen Umsetzung. Welche Methoden und Instrumente brauchen wir, damit Commons größer und stärker werden? Wie können wir die Schranken im Kopf und in der realen Welt überwinden, um zu einem Guten Leben zu kommen?

Von 10.00 - 13.00 Uhr geht es um den Dialog nach David Bohm als Methode für Kooperation und Selbstorganisation. „Zusammen Denken“ als Grundlage für gemeinsame Handlung. Theoretische Einführung, Dialogrunde und Reflexion mit Reinald Döbel:
Dialog ist die „Kunst des Miteinander-Denkens“. Diese Kunst wird möglich, wenn ich mir selbst und anderen respektvoll begegne und mir Zeit nehme. Zeit dafür, die Hintergründe meiner eigenen Ansichten wie die der Anderen zu erforschen – ohne sie zu bewerten. In dem Workshop wollen wir gemeinsam untersuchen, welche Bedeutung diese Haltung für den Aufbau von „Commons“ haben könnte.

Von 15.00 - 18.00 Uhr:Stop talking start acting! Breaking dispowering relationsships – being a commoner. Empowerment, Organizing und Umgang mit Machtverhältnissen. Vortrag mit Übungen von Silke Helfrich

Dokumentation 27. Juni

Donnerstag, 28. Juni

Den Donnerstag wollen wir als Open Space gestalten, das bedeutet, IHR macht das Programm. Jede und jeder kann Themen oder Fragen vorschlagen, die sie oder er diskutieren will. Das sind die Themen von der Themenvorschlagsseite, die Themen, die wir am Montag abend gesammelt haben, aber auch vielleicht Ideen für neue Denkansätze und neue Projekte, die euch im Lauf der Woche gekommen sind. In Kleingruppen, die sich zu diesen Themen finden, könnt ihr konzentriert daran arbeiten. Der Open Space endet am Abend mit dem sogenannten Ernteplenum, wo die wichtigsten Ergebnisse zusammengeführt werden.

Nach dem Abendessen steht die Vorbereitung des großen Scheunenfestes an, das am Freitag stattfinden und den krönenden öffentlichen Abschluss der Sommerschule bilden wird.

Dokumentation 28. Juni

Freitag, 29. Juni

Freitag Vormittag stellen wir uns noch einer besonderen Herausforderung: Der Diskussion der globalen Commons. Der Nachmittag dient dazu, die Woche zu einem guten Abschluss zu bringen, vor allem aber Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, damit die Sommerschule auch reiche Früchte trägt. <br<
Dokumentation 29. Juni

Zum Scheunenfest am Abend ist dann auch die Bevölkerung der Umgebung eingeladen. Ab 20.00 Uhr ist der Liedermacher Ebs Manske aus Ilmenau und seinem Programm "Irren ist menschlich. Vom kleinen Irrtum zum großen Ärger - vom großen Irrtum zum freien Fall" zu sehen und zu hören. Datei:Ebs Manske.pdf

Samstag, 30. Juni

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg in den Alltag, der hoffentlich mit vielen Commons angereichert sein wird :-).


--Brigitte Kratzwald 16:12, 10. Mai 2012 (CEST)